Stellungnahme der SVP Thalwil zum Gestaltungsplan «Seeufer Bürger»

Die SVP begrüsst das Vorhaben, welches eine klare Aufwertung des Seeufers im Bereich Bürger bedeutet. Die Zusammenlegung der beiden Badanstalten, Bürger I + II ist sicher sinnvoll, dies auch aus ökonomischer Sicht.

Tatsache ist jedoch, dass die beiden Bäder bereits heute an schönen Sommertagen überbelegt sind, ein Liegeplatz zu finden schwierig. Im Zusammenhang mit dem Gestaltungsplan Seeufer Bürger ist vorgesehen, die Liegefläche gegenüber dem heutigen Stand um 650 m2 zu reduzieren, was den Platzmangel noch akzentuiert. Es drängt sich deshalb die Frage auf, ob südlich des Steges zusätzliche Liegeplätze (ohne Seezugang) angeordnet werden könnten.

Beibehalten des Hafens Bürger
Im privaten Gestaltungsplan «Seeufer Bürger» ist erwähnt, dass die Konzession der Bootshabe Bürger 2023 ausläuft. Sicher könnte beim Kanton ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden, wobei uns bewusst ist, dass am bestehenden Hafen grosser Sanierungsbedarf besteht. Wurde in diesem Zusammenhang auch eine Variante mit Einbezug des Hafens geprüft? Ist eine Kostenschätzung für die Sanierung des Hafens erstellt worden?

Erweiterung des Hafens Farbsteig
Wie Sie schreiben, ist geplant, die wegfallenden Bootsplätze der Bootshabe Bürger durch die Erweiterung des Hafens Farbsteig zu kompensieren. Dies erfolgt in einem separaten Projekt, obwohl wir der Meinung sind, dass dies ein integrierender Bestandteil des Gestaltungsplanes «Seeufer Bürger» sein sollte. Ohne Erweiterung des Hafens Farbsteig, kein Rückbau des Hafens Bürger. (Vermutlich können die heutigen Mieter des Hafens Bürger auf Besitzstandwahrung pochen?).

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Hafens Farbsteig muss, wie im Gestaltungsplan vermerkt und eingezeichnet, die Schiffanlegestelle seeseitig verlängert werden. Die Kosten für die Verlängerung sind von der Gemeinde Thalwil zu tragen.

Wiederherstellung des Ist-Zustandes durch den Kanton
Sollte der Gestaltungsplan «Seeufer Bürger» durch den Souverän abgelehnt werden, wäre der Kanton dazu verpflichtet, nach dem Bau des Hochwasser-Entlastungsstollen den Ist-Zustand wieder herzustellen. Was bedeutet dies? Ist ein Ersatz 1:1 vorgesehen oder könnten teilweise Elemente des Gestaltungsplanes realisiert werden?

Kosten
Wir sind uns bewusst, dass es im vorliegenden Gestaltungsplan nicht um die Erstellungskosten geht. Sollte der Gestaltungsplan an der Gemeindeversammlung angenommen werden, wird in einem 2. Schritt der Kredit zur Realisierung an der Urne vorgelegt.

Trotzdem sind wir der Meinung, dass im Zusammenhang mit der Gestaltungsplan-Genehmigung dem Stimmvolk auch eine Kostenschätzung unterbreitet werden sollte. Der Investitionsplanung 2019-2023 entnehmen wir, dass für das Vorhaben total CHF 7,240 Mio abzüglich Beteiligung Kanton und Gemeinde Horgen CHF 2,75 Mio = CHF 4,49 Mio. eingestellt sind.

Für die Hafenerweiterung CHF 3,4 Mio, wobei die Kosten für die Erweiterung wesentlich höher sein dürften. Wer bezahlt die Hafenerweiterung, wie werden die Kosten auf Neumieter und bestehende Mieter aufgeteilt?

Für die Verlängerung des Schiffanlegestelle ist in der Investitionsplanung nichts eingestellt.

Wie eingangs erwähnt, begrüsst die SVP das Vorhaben «Neugestaltung Seeufer Bürger» ist jedoch der Meinung, dass die Liegeplatzsituation nochmals geprüft und, da die Erweiterung des Hafens Farbsteig und damit auch die Verlängerung der Schiffsanlegestelle ein integrierter Bestanteile des Projekt darstellen, diese in die Aussagen zum Gestaltungsplan Eingang finden müssten.